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    <dc:publisher>Sigrun Gebhardt</dc:publisher>
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    <title>Gewalt bei Rene Girard</title>
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    <description>Berlin, 17.06.06 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sprach des Öfteren davon, dass mir Dinge und Personen entwendet  werden. Dazu gehören meine Internetausdrucke, aktuell das Buch &quot;The Mothman Prophecies&quot; und ein weiteres mir wichtiges Buch, meine Gedanken, meine Entdeckungen (PAP-IMI-Therapien gegen viele Krankheiten!), meine freiberufliche Existenz, die er peu a peu vernichtet hat, um andere in meine Tätigkeit einzusetzen, meine bescheidenen Kontakte zu Opfern, aber auch zu  Bekannten, meine Beziehung zu meiner Tochter, meinem geliebten Enkelkind und zu meiner Schwester, einfach alles, was nicht niet und nagelfest ist und was beeinflussbar ist, ohne dass die Betreffenden das bemerken. Das mind control meines armen Enkelkindes mit fürchterlich negativen Persönlichkeitsveränderungen des armen Kindes führe ich primär darauf zurück, dass der Antichrist nicht möchte, dass mein Enkelkind mich liebt, mich braucht, gern mit mir zusammen ist. Er arbeitet permanent daran, dass dem Kind und mir Tage und (wenigstens) Stunden im Zusammensein entzogen werden. Er arbeitet permanent daran, das Kind zu versklaven und zu verdummen, um es in seinem Sinn zuzurichten (?).  Er weiß, dass ich keine dummen Kinder und überhaupt keine dummen Menschen mag. Seine Strahlenkanonen sind wahrscheinlich Schuld daran, dass mir mein geliebter Wellensittich durch Tod genommen wurde. Er will mir ja alles nehmen, woran mein Herz hängt. Dies beobachtet er ja mit einer wissenschaftlichen Eindringlichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All das hinterläßt bei mir stark das Gefühl, dass dieser Antichrist  eifersüchtig bewacht, was mir gehört, was zu mir gehört, was meine Identität ausmacht, was ich liebe. Anders ausgedrückt, das (bißchen), was mir gehört, will dieser Kerl haben oder vernichten. Meine Idee, im Ausland, speziell in den USA, um Asyl nachzusuchen, tauchte auf der Homepage von Opfern auf. Meine Ausdrucke zu den Themen &quot;Faschismus&quot;, &quot;Antisemitismus&quot;, &quot;totalitäre Diktatur&quot; werden mir entwendet, erhalten wahrscheinlich diejenigen, die er dafür vorsieht, sich mit diesen Themen zu beschäftigen, wie natürlich andere Ausdrucke auch, die für mich wichtige Informationen enthalten.  Bestimmte Bücher kann ich nicht bestellen. Ich erhalte sie nicht. Er okkupiert alle Themen, alle Gesprächspartner, einfach alles. Ich muss annehmen, dass jeder, der mit mir spricht, von ihm die Erlaubnis und einen Aufgtrag hat. Meine Entdeckung eines interessanten Therapie-Apparates und einer als sehr wirkungsvoll beschriebenen Therapie, hat er offenbar an sich gerissen. Ich bekomme von dem Vertreiber noch nicht mal die Mitteilung, welche Ärzte in Berlin und Umgebung mit diesem Gerät therapieren. Meine Idee, der krebskranken Mutter eines Berliner Opfers durch meine Recherchen zu helfen, wurde dadurch konterkariert, dass er dies wahrscheinlich selber in die Hand nahm und die Informationen als seine eigenen ausgibt. Ich will nicht die Früchte meiner Bemühungen und meiner Recherchen anderen überlassen! Ich werde von Ihnen, Sie Antichrist, nicht dafür bezahlt! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus all diesen Geschehnissen leite ich mein Gefühl ab, dass dieser Antichrist neidisch und eifersüchtig auf mich ist - ich kann es nicht anders verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe bereits Ende der achtziger Jahre (auch aus aktuellem Anlaß) mich mit dem Gewaltbegriff bei Rene Girard befasst. Rene Girard ist Literaturwissenschaftler und befaßt sich mit &quot;Gewalt&quot; anhand von literarischen Texten. Diese Texte sind die Lektüre von Dichtern und Schriftstellern, die klassischen Tragödien sowie Ergebnisse der ethnologischen Forschung und der alt- und neutestatmentlichen Texte. Das ist eine äußerst spezielle Behandlung eines eigentlich soziologischen Themas und häufig auch nicht leicht zu verstehen. Aber Girard ist in der Lage mit seiner Methode der Textinterpretation einen Sachverhalt herauszuarbeiten, der gewiss nicht alltäglich ist und der eine Tiefe aufweist, wie ihn soziologische Gewalttheorien vermissen lassen. Girard ist der Meinung, dass sich in den genannten Texten die Menschheit ständig mit Gewalt und der Ausstoßung von Südenböcken befasst. Ja, dass &quot;Gewalt&quot; eines der beständigsten Themen der Literatur ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingebunden in Gewalttätigkeiten spürt das Opfer, dass die Täter sich an seine Stelle setzen wollen. Die Täter wollen das haben, was das Opfer hat, sie wollen mit dem Opfer rivalisieren. Girard führt zunächst den Begriff der Mimesis (Nachahmung) als Ausgangspunkt der Kommunikation ein. Aus der Nachahmung, der Mimesis, entsteht die Rivalität. Aus der Rivalität entsteht die Gewalt. Die Gewalt wird entfesselt, stärker gemacht dadurch, dass das Objekt nicht mehr in seiner wahren, wirklichen Bedeutung gewertet wird, sondern die Gewalt wertet die Objekte auf. Dies ist im Falle der Zunahme der Gewalt deutlich und die Opfer erleben diesen Sachverhalt als Verwunderung darüber, was die Täter denn noch von ihnen wollen, denn sie haben von den Tätern bereits alles abgenommen bekommen. Dennoch nimmt die Gewalt zu und nicht ab. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Opfer permanent in der Phantasie der Täter interessanter, bedeutender, ja &quot;reicher&quot; wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Begehren entdeckt Girard Gewalt. Er vermutet, dass es keinen quasi &quot;natürlichen&quot;, gewaltlosen Wunsch gibt - zumindest, so meint er, seien die meisten Menschen nicht weit entfernt vom gewalttätigen Wunsch, den wir häufig als pathologisch ansehen. Für Girard ist die Gewalt immer mit dem Wunsch verbunden. Mit dem Wunsch beginnen die Gewalttätigkeiten. Da, wo der Wunsch Gegenstand der Kommunikation ist, wird automatisch ein Konflikt entstehen. Girard behauptet, dass das &quot;Gleiche&quot;, das &quot;Ähnliche&quot;, immer die Idee der Harmonie in den menschlichen Beziehungen entstehen läßt. So gut wie nie aber, machen wir uns klar, dass hier die Grundlage einer Rivalität vorliegen könnte. Wir Menschen sind für die Ursache der Rivalität blind oder beinahe blind - wir sehen nur Harmonie. Interessanterweise stoße ich bei diesem Thema darauf, dass die Täter offenbar einen Keil zwischen meine Tochter und mich treiben, indem Sie uns aufeinander eifersüchtig machen. Mir ist das schon lange aufgefallen und ich habe meine Tochter diesbezüglich auch einmal angesprochen und sie gefragt, ob sie eifersüchtig ist, wenn ich mit dem Enkelkind zusammen bin. Meine Tochter verneinte dies, aber ich bin heute sicher - aufgrund vieler Verhaltensweisen der Tochter - ,dass das so ist. Selbstverständlich sind diese negativen Beeinflussungen ausgeführte Projektionen der Täter. Sie selber sind eifersüchtig und projizieren dies auf meine Tochter. Zwischen meiner Tochter und mir gab es in der Vergangenheit solche Gefühle absolut nicht. Leider erkennt meine Tochter diese negative Einstellung nicht als künstlich hervorgerufene. Immerhin sieht man, dass Girard Recht hat, wenn er davon spricht, dass in Beziehungen kaum Rivalität erkannt wird, sondern nur Harmonie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erwachsene schämt sich normalerweise,  jemanden als Modell zu nehmen, jemanden nachzuahmen - er hat Angst, seinen  S e i n s m a n g e l  zu enthüllen. Merkwürdigerweise ist mir, dem Opfer, einmal von jemand aus der Opferschaft ein solcher Seinsmangel vorgeworfen worden. Ich bekam den Rat, das Leben von Nelson Mandela, den ich aufrichtig bewundere, zu studieren und mich an ihm zu orientieren. Offenbar hat mein Feind seinen Seinsmangel mir angelastet. Aber wie widersinnig: Ich soll wachsen, über mein Unglück hinaus wachsen, der Täter aber darf bleiben wie er ist, er setzt die Maßstäbe. Die Wahrheit ist, dass ein umgekehrter Prozeß laufen müßte. Nach Girard soll der Nachahmer (der Gewalttätige) erkennen, &quot;dass die Gewalt selbst das sicherste Zeichen jenes Seins ist, das ihn immer meidet.&quot; (R. Girard: Das Heilige und die Gewalt, S. 218 Mitte). Anders ausgedrückt: Der Seinsmangel entsteht nur durch die Gewalt. Das Sein meidet den Gewalttätigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gewalttätige versteht nach Girard durchaus, dass die Gewalt zum eigenständigen Bedeutungsträger seiner Wünsche wird. Der Gewalttätige verehrt diese Gewalt und haßt sie zugleich. Nach Girard kann der Gewalttätige sich immer neue Opfer suchen, die es möglich machen, immer weitere Gewalttätigkeiten zu entwickeln - er sucht eine noch gewalttätigere Gewalt. Allerdings sorgen Regeln und Verbote dafür, dass sich der (gewalttätige) Wunsch nicht auf das erstbeste Modell festlegt. Objektiv betrachtet dürfte die Auswahl des Modells und somit des Opfers nicht beliebig sein. Girard spricht ja von den Eigenschaften, die ein Sündenbock, an dem sich der Wunsch festmachen kann, haben muss. Es müssen dem Sündenbock Verfehlungen, Stereotypen der Verfolgung, nachgesagt werden. Diese Stereotypen bedeuten, dass in allen Verfolgungstexten (gemäß der Girardschen Methode) dem Opfer gleiche oder ähnliche &quot;entdifferenzierende Verbrechen&quot; nachgesagt werden. Am Beispiel von Marie-Antoinette zeigt Girard auf, dass es sich häufig oder sogar ausschließlich um &quot;sexuelle Verbrechen&quot;, um die Anschuldigung eines inzestuösen Verhältnisses mit ihrem Sohn handelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Girard nimmt nicht an, dass dieses Verbrechen tatsächlich geschah und dass die Anschuldigung stimmen muss, sondern er behauptet, dass allein der Vorwurf des entdifferenzierenden Verbrechens aureichend ist, um Verfolgung einzuleiten. Das Opfer muss nur das &quot;Opferzeichen&quot; besitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Opferzeichen oder die Stereotypen der Verfolgung sind gegeben, wenn das Opfer einer ethnischen oder religiösen Minderheit angehört. Sie sind ebenfalls gegeben, wenn das Opfer durch physische oder psychische Kriterien gehandikapt ist (Krankheit, geistige Umnachtung, genetische Mißbildungen, Folgen von Unglücksfällen, körperliche Behinderungen usw.).  Menschen am unteren Ende der sozialen Leiter sind gefährdeter, Opfer zu werden, als die an der oberen Leiter. Jedoch gibt es nach Girard nicht nur die Randständigkeit der Armen, die Randständigkeit des Außerhalb, sondern auch die Randständigkeit  des Innerhalb. Die Wohlhabenden, Mächtigen, Reichen und Schönen können ebenfalls den Zorn des Kollektivs der Verfolger hervorrufen und zum Opfer werden und zwar allein dadurch, dass  sie eventuell außergewöhnlich schön, erfolgreich, intelligent, tugendhaft usw. sind. Auch die Schwäche der Frauen führt dazu, dass sie Opfer werden. Eine Beobachtung, die wir Strahlenopfer immer wieder machen, weil insbesondere Frauen im oder kurz vor dem Rentenalter zum Opfer werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun sind Girards Ausführungen zu diesem Komplex noch nicht zu Ende. Der Begriff  der &quot;Differenz&quot; (von entdifferenzierende Verbrechen) ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung, weil Girard behauptet, der Fremde würde nicht wegen seiner Differenz von der anderen Kultur verfolgt, sondern weil er nicht in der Lage ist, die wahre Differenz zu beachten. Worin diese besteht, soll offen bleiben, weil diese Ausführungen nicht ohne weiteres verständlich und leider auch nicht weiter ausgeführt sind, jedoch im Hinblick auf bestimmte Opfergruppen sehr wichtig sind. Worin die &quot;wahre Differenz&quot; und die &quot;falsche&quot; Differenz bestehen, ist eine interessante Frage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist auch, dass Girard behauptet, dass das Ausbrechen der Opferverfolgung mit einer Krise einhergehe. Er verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass &quot;Krise, kriminell, Kriterium, Kritik&quot; auf die gleiche Wurzel zurückgehen, nämlich auf das griechische Verb &quot;krino&quot;, das beurteilen, unterscheiden, differenzieren, aber auch anklagen und verurteilen bedeutet. Das heißt, dass im Wort &quot;Krise&quot; bereits Anklage und Verurteilung eines Opfers zum Ausdruck kommen. Das Opfer wird für die entstandene Krise verantwortlich gemacht. Die Krise kann dadurch ausgelöst werden, dass eine Krankheitsepidemie die Bevölkerung dezimiert, ein Feuer ausbricht oder Überschwemmungen, extreme Trockenheit und Erdbeben ausgelöst werden. Manchmal sind es aber auch innere Ursachen wie politische Umwälzungen, Unruhen oder religiöse Konflikte, die die Krise verursachen. Im Folge einer dieser Krisen erleben die Menschen einen radikalen Verlust des Sozialen, den &quot;Untergang der die kulturelle Ordnung definierenden Regeln und &quot;Differenzen&quot;&quot; (R. Girard: Der Sündenbock, S. 24 oben). Die Opfer von Strahlenwaffen wissen dies, denn sie leben in einer Welt des Terrors, der fast grenzenlosen Übergriffe auf ihre Person und auf ihre Sachen. Hier wird der radikale Verlust des Sozialen erlebt. Hilfe erhalten sie von niemand, die politischen und sozialen Einrichtungen sind nicht mehr in der Lage dem Treiben der Verfolger Einhalt zu gebieten. Wenn wir uns fragen, wodurch die Krise unserer heutigen Gesellschaften ausgelöst sind, so muss man vermuten, dass die elektromagnetische Technologie diese Krise herbeigeführt hat und weiter herbeiführen wird. Das Wissen um diese Technologie verschafft einer kleinen Gruppe die Möglichkeit, den unwissenden und naiven Teil der Bevölkerung zu versklaven und die politischen Verhältnisse grundlegend umzugestalten. Diese Krise ist den wenigsten in dieser Konsequenz bewußt. Viele Menschen spüren, dass die demokratischen Ordnungen nicht mehr funktionieren, ohne dass sie sich darüber klar werden können, woran das liegt. Man muss einmal kritische Beiträge zu gesellschaftlichen Vorgängen lesen und sich fragen, ob diese kritischen Leute den Dinge auf den Grund gehen können. Natürlich können Sie es nicht, sie rätseln nur herum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend sollen die verschiedenen Stereotypen der Verfolgung noch einmal zusammenfassend dargestellt werden: Nach Girard sind es 1. Gewalttätigkeiten, die real sind (Punkt für Strahlenopfer), 2. die Krise, die real ist, 3. die Opfer besitzen die &quot;Opferzeichen&quot;, die ihre schuldhafte Nähe zur Krise nahelegt (sie werden nicht aufgrund ihrer tatsächlichen Verbrechen ausgewählt), 4. soll den Opfern die Verantwortung für die Krise aufgebürdet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wäre nicht uninteressant zu untersuchen, ob diese Stereotypen auf die Opfer von Strahlenwaffen zutreffen und in welchem Sinn. Nach Girard m ü s s e n  nicht alle Stereotypen zutreffen, zwei oder drei genügen. Auf die Opfer von Strahlenwaffen dürfte das 4. Stereotyp nicht zutreffen, denn wie sollten die Täter es logisch begründen, dass das Opfer für die Krise der Demokratie - darum handelt es sich - verantwortlich ist. Aber dies müßte erst genau untersucht werden, denn offenbar sind die Täter durchaus der Meinung, das schuldlose Opfer sei in Wahrheit ein Täter, der seine Bestrafung zu Recht verdiene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literaturangaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rene Girard: Das Heilige und die Gewalt, Zürich 1987&lt;br /&gt;
Rene Girard: Der Sündenbock, Zürich 1988</description>
    <dc:creator>Sigrun Gebhardt</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://strahlenfolter.twoday.net/topics/Gewalt&quot;&gt;Gewalt&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Sigrun Gebhardt</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-18T15:43:00Z</dc:date>
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